leipzig markt 28.3. - 2.4.2018
außer Karfreitag

23te Hist. Leipziger Ostermesse
Heureka-Zunftmarkt
Leipziger Marktplatz

Seitdem die Leipziger Messe die Innenstadt verließ, das Messehaus am Markt verschwand, zeigt der Heureka-Zunftmarkt wie die außenländischen Kauffleute des Mittelalters bis weit in das letzte Jahrhundert hinein, ihren Kram und Waren auf dem ehrwürdigen Leipziger Marktplatz vor dem schönen Rathaus zu Markte trugen.

Die Historische Ostermesse gehört mittlerweile zu den beliebtesten Veranstaltungen der Leipziger Freiluftsaison für Leipziger und seine Gäste. Seit 1996 stattet der Historienveranstalter “Heureka-Leipzig”  diese Veranstaltung aus und installiert den “Heureka-Zunftmarkt” mit Handwerkern und Kramern aus dem ganzen Lande. Die typischen heurekanischen Bauten haben in der mittelalterlichen Szene maßgebend einen eigenen Baustil erzeugt. Die Hauskapelle “In Validus” und die Schmierenkomödianten “Rokus Kokus” werden am Osterwochenende die Musik der fahrenden Spielleute und  Schauspielereien, welche für die Ostermessen vor 500 Jahren überliefert sind, lautstark und zotig vortragen. Für Kinder OM_13bis 6 Jahre gibt’s am Ostersonntag traditionell, von den Marktkindern versteckt,  von 10 bis 11 Uhr Ostereiersuchen rund um den Kinderkletterdrachen “Fridolin“ und den Heurakahn “Arche Medes”, mitten auf dem Marktplatz.

Reichlich Neuigkeiten, Couriositäten, Jongleure, Komödianten, Musikanten, deftig Speis der Garküchen und labender Trunk der Tavernen laden ein, zu einem Bummel in die Leipziger Innenstadt. Der Zunftmarkt beginnt am Kar-Mittwoch zur 10ten Stund am Morgen. 

Wie die Wochenmärkte auch, ist die historische Ostermesse weder imaginiert noch subventioniert und auch nicht museal, sondern ein real wirtschaftliches Marktgeschehen der Kleinstgewerbetreibenden unseres Landes. Der “Kleine Ostermarkt” des Leipziger Marktamtes wird auf dem Nordflügel des Markplatzes in das Marktgeschehen integriert und bietet österliches Kunsthandwerk.

Geschichtliches:
Tausend Jahre Ersterwähnung
850 Jahre Stadtrecht
Markt & Stapelrecht/Messeprivilegien

Zur Ersterwähnung Leipzigs kommt es im Jahre 1015 in den Chroniken des Thietmar von Merseburg. Etwa seit dem Jahre 900 n. Chr. ist beidseitig der Parthe slawisches Siedlungsgebiet nachweißbar, der Ort heißt: “bei den Linden”. Aber nicht lang und es wurde christliches Abendland installiert. 

Mit der Stadtgründung 1165 durch Markgraf Otto zu Meißen bekommt “urbs libzi” Marktrechte verliehen. Verbürgt ist das Stapelrecht seit dem 12. Jahrhundert, was so viel bedeutet, dass es zwingend war, auf der Leipziger Durchreise seine Waren anbieten zu müssen. Wer auf Schleichwegen sich um die Stadt herummogeln wollte, riskierte Strafe und Konfiszierung seiner Waren. Heutzutage wird dies es eher gegenteilig gehandhabt, denn der  Umweltzone bleibt der eine oder andere fremde Marktkauffahrer einfach fern.

Die Verleihung des Messeprivilegs durch Kaiser Maximilian I. im Jahre 1497 und 1507 begründete Leipzigs Bedeutung als Messestadt. Die Erhebung der Jahrmärkte zu Reichsmessen und Stapelort war verbunden mit dem Vorzug, daß allen im Umkreis von 15 deutschen Meilen befindlichen Handelsplätzen untersagt wurde, ebenfalls Messen abzuhalten. Die Stadt begann unter ihrem guten, vom Münzrecht veredelten Stern weiter zu wachsen. Viele der Handelsreisenden waren in Leipzig ansässig geworden und hatten ihre provisorischen Buden in feste Kaufkammern umgewandelt. Nach und nach entstanden Kaufmannsläden und erste Kaufmannshäuser. Die "Sonnenkramer" allerdings mußten ihre Ware unter freiem Himmel feilbieten und bezeichneten die in jeder Hinsicht besser gestellten Kaufleute als "Lagerherren". Denn allein diese besaßen das Recht, Großhandel zu betreiben. Die Renaissance-Bauten aus dem 16. Jahrhundert, das heutige Alte Rathaus und die Alte Waage, lassen deutlich die frühere Wohlhabenheit der Stadt erkennen. Der Leipziger Marktplatz ist der besondere historische Ort in Leipzig, aus dem seine Bedeutung als Messestadt erwachsen ist.

Sollen die Leipziger Oster-Gäste erfahren wie 850 Jahre lang Handwerker und Hökerer aus allen Teilen Europas, ihre Stände und Buden auf dem Markte aufbauten und ihre Waren wohlfeil zum Kaufe zu bieten.

 

Öffnungszeiten:

28./29.3.  10-20 Uhr
Karfreitag Ruhetag
31.3./1.4.  10-20 Uhr
2.4.       10-18 Uhr

Es spielen auf:

Spielleute - Heurekapelle “In Validus”
 & die Schmierenkomödianten “Rokus Kokus”
Eintritt frei

OS_07_0004_kl
OS_07_0010_kl
OS_07_0011_kl
P3311079_kl
OS_07_0008_kl
P3311069_kl
OS_07_0039_kl
Trio_IV_kl04
P4011090_kl

 

Ostermesse Historie