25 Jahre Heureka

Fast auf den Tag genau vor 25 Jahren ward anläßlich 125 Jahre
Handwerkskammer Leipzig der erste “Heureka-Markt” installiert. Diesem Anlass entsprechend, widmen wir das diesjährige Pfingsturnier zum “Friedensturnier”.

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Schloss Trebsen an der Mulde lädt traditionell zu den Pfingstritterspielen und dem Gaudium der Spielleute ein. Der Historienveranstalter "Heureka" bürgt für authentisches mittelalterliches Treiben mit dem Augenmerk tradierte handwerkliche und regionale Gewerke vorzuführen. Gerade so als möge man dem geneigten Publikum aufzeigen, dass es einst in unserem Land möglich war, Waren zum guten Gebrauche herzustellen. Der Heureka-Zunftmarkt, mit drei Dutzend Ständen aus allen Landen, ist seit 1992 als Kumpanei in der Art der fahrenden Kauf- und Spielleute unterwegs. Doch Familienfest bedeutet vor allem kurzweiliges Amüsement und Aktionen für Kinder und die ganze Familie: Kinderitterturnier, Kinderbogenturnier, Eselreiten, Mitmach- handwerkerstände (wie Tischlern, Bogenbauen, Korbmachen, Schmieden). Die Märchenstunden finden traditionell 15 Uhr statt  und am Samstagabend der Spuk- & Laternenumzug ums Schloss Trebsen. Das Gaudium der Spielleute ist immer ein fantasievoller Kulturgenuss, denn die Zunft der "Vogelfreien" erdreistet sich dem staunenden Volk mit zotigen Sprüchen den Spiegel vorzuhalten, allerlei Kunststücke zu vollführen und die Musik des "alten Europa" zu zelebrieren.

Zu erleben gibt es das größte Ritterturnier Mitteldeutschlands in Europas einziger mobiler historischen Holz-Arena im Schlosspark zu Trebsen. Hohes Gestech und Tjoste, wilde Heerlager und haarscharfe Kämpfe der Ritter in voller Rüstung - Mann gegen Mann der Gunst einer Liebdame oder nur der Ehre wegen. Im Nebenprogramm: spektakuläres Katapult- & Blidenschießen, Gaukler & Hexen, großes Wikingerkarussell, ein Handkurbelriesenrad, das 15te Heureka-Pfingst-Bogenturnier an zwei Tagen und natürlich Speis & Trank der Tavernen & Garküchen. Und Schloss Trebsen zeigt seine schönen neuen Seiten, die liebevoll hergerichtete Schlosskappelle nebst Herren- & Damenzimmern.

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Bild - 13 Uhr Turnier - halbschattig

Das Jubiläums-Friedens-Turnier
Sächsische Ritter wider die Chevaliers der Kurie

Im  500ten Jahr der neuen Lehre: „Von der Freyheith eines Christenmenschen“

Der Hausherr von Schloss Trebezin “Georg von Saalhausen” ist schon seit längerem ein Kritiker der allgemeinen Kirche und deren Ablasshandel. Er soll seine Lehen der Kurie zurückgeben und seiner Ritterschaft entzogen werden. Auch soll er der "verdammenswerten neuen Lehre" abschwören. Georg beschuldigt wiederum die Herren aus Rom eines Komplottes und fordert ein Gottesurteil. Die Kurie als Landesherr und Verteidiger des Glaubens will am abtrünnigen Schlossherrn, welcher im Land vielfach Verbündete weis, ein Exempel statuieren. Er soll gegen die besten Chevaliers und Cavaliere der Kurie anrennen. Wenn er unterliege, gehen all seine Lehen und sein Adelstitel verloren und - er muss schwören, was die „Kirche für wahr hält, zu predigen und zu lehren“.

Gerufen wird zum Jubiläums-Friedens-Turnier. Besser ist's die wackeren Krieger erproben ihre Künste im Spiel als auf dem Schlachtfeld. Der Soldadeska Eifer und Alibi: "Denn die Hand, die das Schwert führt und tötet, ist dann auch nicht mehr eines Menschen Hand, sondern Gottes Hand, und nicht der Mensch, sondern Gott henkt, rädert, enthauptet, tötet und führt den Krieg. Das alles sind seine Werke und sein Gericht." (Martin Luther: Ob Kriegsleute in seligem Stande sein können, 1526) Na, wenn das so ist, dann kann nur ein Gottesurteil entscheiden, welche wohl die rechte Lehre sei. Wir dürfen gespannt sein.

Hier lebt die Illusion vom Kampf für den wahren Glauben, nur um der Ehre willen. Der Herold moderiert das Geschehen mit bissigen Zoten. “Monsignore Thomasius” - der Treuhänder und Gesandte der Kurie ist gekommen, um dem geforderten Gottesurteil beizuwohnen.  “Georg von Saalhausen”, der verwegene Haudegen, hat sich mit den sächsischen Landgrafen von Barby und derer von Dieskau verbündet, gegen die Reiter der Kurie im Turnier anzurennen. Er will es nun unbedingt wissen, ob Gott seine Hand zum Sieg führen wird.

Insgesamt gestalten über 40 Beteiligte vom Hofstaat über die Knappen und Persevanten (Turnierhelfer), den Grieswärteln (Aufseher), den Rittern bis hin zu den “Possenreitern” dieses Gottesturnier. Die Tribüne im Schlosspark bietet, zweimal täglich, etwa 2500 Besuchern die Gelegenheit, die Recken zu umjubeln.

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Handwerk und Hökerei

Aus allen Teilen des Reiches haben sich wieder 5 Dutzend Stände angesagt,
um Ihre Buden auf dem Burgplan zu errichten um ganz nach guter Sitt
und altem Brauch ihre Waren zum Kaufe feilzubieten. Und natürlich laben
Speiss und Trank die Knurrmägen.

Freies Herrlager zu Trebsen

Katapult- & Bliden-Schießen 
Nach den Turnieren gehen die Katapulte in Stellung. Die Geschützmeister justieren und die Knappen halten die Meute im Zaum. Nach "Habacht" werden die Splinte gelöst und hölzerne Projektile sausen durch die Lüfte.

Schaukämpfe
Rüstige Haudegen, verwegene Kämpen dengeln aufeinander los, daß die Fetzen fliegen und Klingen silbern blitzen. Erprobt werden Mut und Geschick - wer weiß, wann's mal gebraucht wird. Die Steppkes können auch zum "echten" Ritter geschlagen werden, wenn sie die "ritterlichen Tugenden" komplett hersagen können.

Marketenderey & Lagerleben
Das Freie Heerlager zu Trebsen beherbergt über die Feiertage über 100 Mannen & Frouwen, welche sich der Historiendarstellung verschrieben haben. Gewandung und Ausrüstung sind nach überlieferten Vorlagen authentisch und in Handarbeit gefertigt. Gekocht wird über dem Feuer, gespeist aus Napf und Pfanne. Kind und Kegel leben die vermeintliche Romantik des dunklen Mittelalters und lassen sich gern über die Schulter schauen.

Spiel und Spass für Kinder

Burgrundritt auf Eselsrücken, beim Kinderritterturnier: ein Hauen und Stechen auf “echten” Pferderücken. Zu erobern sind der gutmütige Kletterdrachen „Fridolin“ und das spektakuläre “Wikingerschiff”, welches sich selbst an den Seilen hochzieht. Im einzigartigen Handkurbelriesenrad ist das Durchdrehen geradezu erhebend.

Traditionell zur Samstag-Nacht (ca. 22.00 h etwa 15 -20 Min.) der
Spukschloß - Laternen- & Fackelumzug

Die „Heureka-Bogenturniere“

1. Langbogen Scheibenturnier Samstag ab 12 Uhr
2. Jagdturnier Sonntag ab 13 Uhr
wird im Schlosspark als 3D-Turnier ausgeführt
und wie immer von “Knut von Rabenstein” angeleitet.
(Einschreibung am Turniertag)

Spielplan & Konzerte:

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Samstag, Sonntag 21 h, Montag gleich nach dem Turnier:
Das Gaudium der Spielleute
mit Tanzwut, Scharlatan, In Validus, Basseltan
den Schmierenkomödianten, dem Duo Pampatut,
Memento Vivere & dem Feuerspektakel Venerius Motus

Tanzwut  (alle Tage)
“Advocatus Diaboli”
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SCHARLATAN
“Spielleute der gewitzten Art”
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Heurekapelle “In Validus”
Kundenlieder
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Schmierenkomödianten
“Rokus Kokus” - Freies Theater
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Basseltan
“Schwerkraftäquilibristik”
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Duo “Pampatut”
“Verbaläquilibristik”
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“Venerius Motus” - Feuerspiel
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_wsb_214x437_Bilder_Anfahrt03Burg Trebezin
Die Wasserburg an der Mulde

Der Fund von Keramikscherben legt nahe, dass der heutige Standort von Schloss Trebsen bereits im 9. Jahrhundert besiedelt war. Vermutlich war es der slawische Gaugraf Bucelin, der 991 an dieser Stelle die Burg Trebezin errichten ließ, um die Muldenfurt und damit einen wichtigen Handelsweg zu schützen. Im 12. Jahrhundert wurde dann Schloss Trebsen auf den Festen des Slawensitzes errichtet. Erste amtliche Erwähnung der Wasserburg und ihres Herren Ritter "Heinricus de Trebecin" findet sich in einer Urkunde des Bischofs Berthold von Naumburg - ausgestellt am 1. Mai 1161. 1330 geht Schloss Trebsen über in den Besitz der Herren "Große von Döbeln".  Ab 1494 zieht mit dem Ritter Georg von Saalhausen einer neuer Eigentümer in das Schloss Trebsen ein. Im Schloss beginnt der Ausbau zur dreiflügeligen Anlage. Die Decke der im Erdgeschoss befindlichen Schlosskapelle erhält mit dem spätgotischen Wabengewölbe eine erhabene und eher selten zu bewundernde Architektur. 1516 gefällt es dem kurfürstlichen Kammerherren Hans von Minckwitz in die Rolle des Schlossherren zu schlüpfen. Er beendet die erste große Bauphase von Schloss Trebsen. In seine Fußstapfen treten 1548 der Graf von Barby, 1592 die Herren von Schulenburg und 1637 das Geschlecht derer von Dieskau.

Schlossinfo und Anfahrt

Google-Position
http://maps.google.de/maps/place?hl=de&georestrict=input_srcid:dec6cfcf8d92e43f

 

Die Zeiten

 

TURNIERE

BURGMARKT

Samstag, 3.6.

13.00 Uhr
18.00 Uhr

10.00 bis
22.00 Uhr

Sonntag, 4.6.

13.00 Uhr
18.00 Uhr

10.00 bis
22.00 Uhr

Montag, 5.6.

15.30 Uhr

10.00 bis
19.00 Uhr

Eintrittskarten und Preise (seit 2003)
(incl. Zutritt Burgmarkt, Turnier, Konzerte, Schlosspark)

normal

12 Euro

ermäßigt

8 Euro
Kinder 4-16, Schüler,
Studenten, Behinderte

Familienkarte

30 Euro
Eltern + angehörige Kinder

Einzel-Dauerkarte/3 Tage (nur per Mail)

30 Euro

Bitte benutzt die ausgeschilderte
Parkwiese an der
Muldenbrücke
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Parkplatz vorm Schloss geschlossen
 (reserviert für Behinderte
& für Fahrräder frei)

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Tagespreis
2 Euro

 

Pfingst-Ritter-Spiele
Schloss & Park Trebsen

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vom 3.6. bis 5.6.2017

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